Fakten und Definition

An die­ser Stel­le sol­len wäh­rend des Pro­jekts beleg­te Fak­ten auf­ge­grif­fen und in den jewei­li­gen Stand einer Defi­ni­ti­on ein­ge­ar­bei­tet wer­den.

Die aktu­el­le, nicht end­gül­ti­ge Defi­ni­ti­on eines Wett­bretts lau­tet (Stand: 21. Sep­tem­ber 2016):

Wett­bretter wer­den als äus­sere Gebäu­de­ver­klei­dung genutzt und die­nen als Wand in einem fes­ten Ver­bund als Schutz vor Schlag­re­gen.  Ein ein­zel­nes Wett­brett ist über die Brei­te kei­li­g gesägt.  Die Län­ge eines Bretts kann zwi­schen zir­ka 40 cm und 110 cm vari­ie­ren.  An der Längs­sei­te haben Wett­bret­ter Nut und Feder.  Über­ein­an­der ange­brach­te Wett­brett­rei­hen über­lap­pen sich.


Die Ent­wick­lung des Ver­suchs einer Defi­ni­ti­on wird im Fol­gen­den auf­ge­zeigt:

Versuch einer Definition, V1.0

1. August 2016

Es ist ein kei­li­ges Brett, zir­ka 100 cm lang (±20 cm, es sind im Oden­wald aber auch kür­ze­re auf­ge­taucht) und hat Nut und Feder.  Es wird als äus­se­re Gebäu­de­ver­klei­dung genutzt und dient als Schutz.

Die Ver­si­on 1.0 beruh­te auf drei Quel­len:

  1. Ansich­ten von Wett­brett­wän­den im Birstei­ner Umfeld,
  2. Gesprä­chen mit Inter­es­sier­ten,
  3. dem Bau zwei­er eige­ner Wett­brett­wän­de und
  4. Infor­ma­tio­nen aus Gesprä­chen mit zwei Her­stel­lern von Wett­bret­tern.  In die­sen Gesprä­chen wur­de jedoch nicht kon­kret oder gar gezielt nach­ge­fragt.

Versuch einer Definition, V1.1

29. August 2016

Ein Wett­brett ist ein kei­li­ges Brett.  Die Län­ge kann zwi­schen 40 cm und 110 cm vari­ie­ren.  Es wird als äus­sere Gebäu­de­ver­klei­dung genutzt und dient als Schutz vor Schlag­re­gen.

Vor allem die Beschäf­ti­gung mit den Aus­füh­run­gen von Chris­ti­ne H. Bau­er, deren Ergeb­nis­se im Bei­trag „Die Refe­renz“ zu lesen sind, führ­ten dazu, dass die Defi­ni­ti­on 1.0 nicht mehr halt­bar war.  Auch die Fun­de von kür­ze­ren Wett­bret­tern­wa­ren ein neu­er Aspekt, eben­so die noch nicht geklär­te Fra­ge, ob es ähn­lich kon­stru­ier­te Wän­de gibt, bei denen auf Nut und Feder ver­zich­tet wur­de.


Versuch einer Definition, V1.2

21. Sep­tem­ber 2016

Wett­bretter wer­den als äus­sere Gebäu­de­ver­klei­dung genutzt und die­nen als Wand in einem fes­ten Ver­bund als Schutz vor Schlag­re­gen.  Ein ein­zel­nes Wett­brett ist über die Brei­te kei­li­g gesägt.  Die Län­ge eines Bretts kann zwi­schen zir­ka 40 cm und 110 cm vari­ie­ren.  An der Längs­sei­te haben Wett­bret­ter Nut und Feder.  Über­ein­an­der ange­brach­te Wett­brett­rei­hen über­lap­pen sich.

Wie­der sind ein paar Wochen ver­gan­gen.  Wir haben seit­dem Dut­zen­de Wett­brett­wän­de an diver­sen Orten gefun­den.  Dabei haben wir gelernt, Wett­brett­wän­de bes­ser von ande­ren Fas­sa­den-Holz­ver­klei­dun­gen zu unter­schei­den — und genau­er hin­zu­schau­en.

Kur­ze Wett­bret­ter
Auf die vor eini­gen Wochen auf­ge­fal­le­nen kur­zen Wett­bret­ter sind wir mitt­ler­wei­le öfter gestos­sen.  Deut­lich am wei­tes­ten ver­brei­tet sind zwar Wett­bret­ter von zir­ka einem Meter Län­ge, die kür­ze­ren Bret­ter kann man aber nicht mehr als beson­de­re Aus­nah­me dar­stel­len.  Viel­mehr ist anzu­neh­men, dass die Gege­ben­hei­ten vor Ort aus­schlag­ge­bend waren, eher kur­ze Wett­bret­ter ein­zu­set­zen als län­ge­re. Hier­zu wird es noch ein paar Aus­füh­run­gen geben.

Nut und Feder
Auch bei offen­sicht­lich sehr alten Wett­brett­wän­den konn­ten wir fest­stel­len, dass die­se immer Nut und Feder hat­ten.  Die Irri­ta­ti­on, ob es Wett­brett­wän­de oder sehr ähn­li­che Kon­struk­te ohne Nut und Feder geben könn­te, kam vor allem daher, dass bei man­chen Wän­den die Nuten weit­ge­hend ver­rot­tet waren (häu­fig nur die dem Wet­ter zuge­wand­te Sei­te der Nut).

So enstand (bei Betrach­tung aus der Distanz) der Ein­druck, dass es sich um über­lap­pen­de Bret­ter­wän­de ohne Nut und Feder han­del­te.  Bei nähe­rem Anse­hen ent­deck­ten wir dann jedoch immer Res­te der Nute.

Unab­hän­gig davon ist aller­dings noch nicht geklärt, wie eini­ge Fun­de im Oden­wald in die­ses Erklä­rungs­mus­ter pas­sen.  Dies muss bei Gele­gen­heit vor Ort unter­sucht wer­den.

Als Zwi­schen­fa­zit ist fest­zu­hal­ten:  Nut und Feder sind in die Defi­ni­ti­on zurück­ge­kehrt.  Die Eigen­schaft der Über­lap­pung der ein­zel­nen Rei­hen wur­de in die Defi­ni­ti­on neu auf­ge­nom­men.