Kontaktstellenschulung

Der Bun­des­vor­stand der IgB bot Ende März 2017 eine Kon­takt­stel­len­schu­lung an.  Dazu waren auch die Lei­ter der Kon­takt­stel­le Birstein/­Main-Kin­zig ein­ge­la­den.  In den andert­halb Tagen der Schu­lung, die in Din­kels­bühl statt­fand, wur­den grund­sätz­li­che Din­ge der Kon­takt­stel­len­ar­beit bespro­chen.  Wie meist bei IgB-Tref­fen stand aller­dings der Aus­tausch mit ande­ren Mit­glie­dern im Vor­der­grund — was mass­geb­lich zum Gelin­gen bei­trug.

Um die Beson­der­heit die­ses Tref­fens zu ver­ste­hen, muss man wis­sen, dass die Dich­te der IgB-Kon­takt­stel­len von Nor­den nach Süden abnimmt.  Der Grund hier­für liegt in der über 40-jäh­ri­gen Geschich­te des Ver­eins:  Gegrün­det in der Nähe Bre­mens war die Grup­pe der Bau­ern­haus­ret­ter lan­ge Zeit weit­ge­hend in die­ser Gegend aktiv.  Bay­ern, Baden-Würt­tem­berg und das Saar­land sind in Sachen IgB immer noch Ent­wick­lungs­ge­bie­te.  Aber auch wei­te Tei­le Hes­sens, Rhein­land-Pfalz‘ und Thü­rin­gens bil­den weis­se Fle­cken auf der IgB-Land­kar­te.

Nun drin­gen die regio­na­len Able­ger der IgB aller­dings spür­bar auch in Gebie­te jen­seits des nord­deut­schen Tief­lands vor.  So war es nur kon­se­quent, eine Kon­takt­stel­len­schu­lung im süd­li­chen Deutsch­land durch­zu­füh­ren.  Die Orts­wahl fiel auf das wun­der­schö­ne Din­kels­bühl, wo sich knapp 20 IgBler tra­fen.

Der auf dem Tref­fen spür­ba­re Enthu­si­as­mus der bestehen­den und zukünf­ti­gen Kon­takt­stel­len­lei­te­rin­nen und -lei­ter wird hof­fent­lich nicht nur erhal­ten blei­ben, son­dern sich fest­set­zen und wei­ter aus­brei­ten.  Dazu Bedarf es aller­dings eini­ger Anstren­gun­gen im Ver­ein.

Die struk­tu­rel­len Her­aus­for­de­run­gen, ins­be­son­de­re an den Vor­stand, sind dabei gross:  Es ist natür­lich ein Unter­schied, ob eine ört­lich über­schau­ba­re Grup­pe in Nie­der­sach­sen zusam­men­ar­bei­tet oder sich eine Orga­ni­sa­ti­on über die gan­ze Repu­blik erstreckt.

Din­kels­bühl zeig­te neben einem star­ken Zusam­men­ge­hö­rig­keits­ge­fühl der Mit­glie­der auch eini­ge recht unter­schied­li­che Ansät­ze in der Gestal­tung der Ver­eins­ar­beit.  Das ist in einer Orga­ni­sa­ti­on mit um die 6.000 Mit­glie­dern nicht ver­wun­der­lich, deu­tet aber auch auf einen erhöh­ten Erklä­rungs­be­darf der Ver­eins­ar­beit hin — eben­so wie eine not­wen­di­ge Anpas­sung der Struk­tu­ren in man­chen Berei­chen.

Wich­tig ist dabei eine offe­ne inter­ne Kom­mu­ni­ka­ti­on zwi­schen allen Ver­eins­ebe­nen.  Zudem ist die Bereit­schaft gefor­dert, ent­ste­hen­de Ide­en als wert­vol­le Anre­gun­gen zu erken­nen sowie mög­li­che Umset­zun­gen ernst­haft zu über­le­gen, damit der Ver­ein die Aus­deh­nung gut ver­kraf­ten kann.

Der wich­tigs­te Punkt ist aber die enga­gier­te und fokus­sier­te Arbeit in den Kon­takt­stel­len vor Ort.  Die Schu­lung zeig­te hier­zu Nütz­li­ches auf, offen­bar­te aber auch deut­lich kon­zep­tio­nel­le Schwach­stel­len inner­halb der Struk­tu­ren des Ver­eins.  Dar­an wird zu arbei­ten sein, wenn der Aus­bau der Kon­takt­stel­len der IgB erfolg­reich sein soll.

Frank Jer­mann


Fotostrecke aus Dinkelsbühl